Rosa Luxemburg Werke [RLW], Berlin 1970ff., Bd. 7.2, 1. Auflage, Karl Dietz Verlag Berlin 2017, S. 957

https://rosaluxemburgwerke.de/buecher/band-7-2/seite/957

Abschrift.

Verhandelt

Berlin, den 10. Juli 1916.

Auf Vorladung erscheint die Schriftstellerin Rosa Lübeck geb. Luxemburg in Südende, Lindenstraße 2 als Mieterin wohnhaft, und gibt, mit dem Gegenstande ihrer Vernehmung bekannt gemacht und zur Wahrheit ermahnt, zu Protokoll:

Zur Person.

Ich heiße Rosa Lübeck, geborene Luxemburg, bin am 25. Dezember 1870[1] zu Zamost, Gemeinde Zamost i/Rußland, Kreis Lublin (Russisch-Polen), Landgerichtsbezirk Lublin, Staat Rußland, ehelich geboren und zwar in dem Hause meiner Eltern. Mein Vater hieß Eduard Luxemburg, im Jahre 1900 verstorben, meine Mutter hieß Lina geb. Löwenstein, im Jahre 1897 verstorben. Ich bin verheiratet gewesen mit dem Kaufmann Gustav Lübeck und bin im Jahre 1902 geschieden, wohne Südende, Lindenstraße 2 als Mieterin, bin ortsangehörig in Südende, Kreis Teltow, staatsangehörig in Preußen und ernähre mich selbständig als Schriftstellerin. Meine Familiensprache ist polnisch und deutsch, meine Konfession Dissident. Ich habe keine Kinder unter 21 Jahren.

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[1] Zum Geburtstag siehe S. 812, Fußnote 3.