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Zur Richtigstellung

Aus den Preßstimmen zur letzten Großberliner Verbands-Generalversammlung geht unzweideutig hervor, daß über den Verlauf und die Resultate dieser Versammlung eine sehr schöne Legende in der Entstehung begriffen ist. Diese Legende geht dahin, daß ich der Generalversammlung einen Antrag betreffend die Beitragssperre gegenüber dem Parteivorstand vorgelegt hätte und daß dieser Antrag dann mit überwältigender Majorität abgelehnt sei. Dies gibt der „Leipziger Volkszeitung” Anlaß, einen langen Hymnus auf die „Besonnenheit”, „politische Klugheit” und ähnliche Tugenden der Berliner Opposition unter der Führung Haase, Hoffmann, Ledebour anzustimmen, die sich der „Gefahr des wüsten Zerstörens” weise widersetzten, welche Gefahr offenbar von der „Richtung Liebknecht-Luxemburg” drohte.[1] Die Entstehung dieser für die erstgenannte Richtung so bequemen Legende ist nur dadurch ermöglicht worden, daß im Bericht über die Verbands-Generalversammlung der Text meines Antrags gar nicht abgedruckt, sein Inhalt hingegen derart in meine Rede hineingeflochten worden ist[2], daß jeder Leser, der bei den Verhandlungen nicht zugegen war, unbedingt zu dem Schluß kommen mußte, ich hätte in der Tat in meinem Antrag die Beitragssperre empfohlen.

Demgegenüber stelle ich fest:

Der von meinen Freunden und mir eingebrachte Antrag hatte nicht mit einer Silbe die Beitragssperre erwähnt. Er lautete vielmehr:

„Das Verhalten des Parteivorstandes gegenüber der Redaktion des Zentralorgans ,Vorwärts’[3]; sein Gewaltstreich in Duisburg[4]; seine Mitwirkung

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[1] ↑ Siehe Berlins Entscheidung. ln: Leipziger Volkszeitung, Nr. 139 vom 26. Juni 1916.

[2] ↑ Siehe dazu Rosa Luxemburg: Gegen den „Vorwärts”-Raub. In: GW, Bd. 4, S. 198–200.

[3] ↑ Der Vorstand der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands hatte unter Mißachtung der Preßkommission und der Berliner Parteiorganisation mit Wirkung vom 1. April 1916 Hermann Müller in die Redaktion des „Vorwärts” entsandt und die Zeitung unter Vorzensur gestellt.

[4] ↑ Auf Anordnung des Parteivorstandes waren im April 1916 die Redakteure der „Niederrheinischen Arbeiterzeitung” (Duisburg) Karl Minster und Julius Schoch, die der Spartakusgruppe angehörten, unter Umgehung der örtlichen Parteileitung und der Preßkommission aus der Redaktion entfernt worden.