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eine größere Wertmasse in Zirkulation zu bringen. Die Ausflucht führt natürlich zu nichts, denn die Umlaufsgeschwindigkeit des Geldes ist bereits mit in Berechnung gezogen, wenn man annimmt, daß zur Zirkulation der Warenmasse soundso viel Pfund Sterling erforderlich sind. Darauf kommt endlich die Auflösung des Problems:

„In der Tat, so paradox es auf den ersten Blick scheint, die Kapitalistenklasse selbst wirft das Geld in die Zirkulation, das zur Realisierung des in den Waren steckenden Mehrwerts dient. Aber notabene: sie wirft es hinein nicht als vorgeschoßnes Geld, also nicht als Kapital. Sie verausgabt es als Kaufmittel für ihre individuelle Konsumtion. Es ist also nicht von ihr vorgeschossen, obgleich sie der Ausgangspunkt seiner Zirkulation ist.“[1]

Diese deutliche und erschöpfende Lösung beweist am besten, daß das Problem kein scheinbares war. Sie beruht auch nicht darauf, daß wir eine neue „Geldquelle“ entdeckt haben, um den Mehrwert zu realisieren, sondern daß wir die Konsumenten dieses Mehrwerts gefunden haben. Wir stehen noch hier nach Marxscher Voraussetzung auf dem Boden der einfachen Reproduktion. Das bedeutet, daß die Kapitalistenklasse ihren ganzen Mehrwert zur persönlichen Konsumtion verwendet. Da die Kapitalisten Konsumenten des Mehrwerts sind, so ist es nicht sowohl paradox als vielmehr selbstverständlich, daß sie das Geld in der Tasche haben müssen, um sich die Naturalgestalt des Mehrwerts, die Konsumgegenstände, anzueignen. Der Zirkulationsakt des Austausches ergibt sich als eine Notwendigkeit aus der Tatsache, daß die Einzelkapitalisten nicht ihren individuellen Mehrwert – resp. das individuelle Mehrprodukt, wie der Sklavenhalter – direkt verzehren können. Seine sachliche Naturalgestalt schließt vielmehr in der Regel diesen Verbrauch aus. Der Gesamtmehrwert aller Kapitalisten befindet sich aber – unter der Voraussetzung der einfachen Reproduktion – im gesellschaftlichen Gesamtprodukt in einer entsprechenden Menge von Konsummitteln für die Kapitalistenklasse ausgedrückt, wie der Gesamtsumme der variablen Kapitale eine wertgleiche Menge von Lebensmitteln für die Arbeiterklasse entspricht und wie dem konstanten Kapital aller Einzelkapitalisten zusammen eine wertgleiche Menge von sachlichen Produktionsmitteln entspricht. Um den individuellen ungenießbaren Mehrwert gegen die entsprechende Menge Lebensmittel einzutauschen, ist ein doppelter Akt der Warenzirkulation nötig: der Verkauf des eigenen Mehrprodukts und der Einkauf der Lebensmittel aus dem gesellschaftlichen Mehrprodukt. Da diese zwei Akte ausschließlich innerhalb

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[1] ↑ Das Kapital, Bd. Bd. II, S. 308. [Karl Marx: Das Kapital, Zweiter Band. In: Karl Marx, Friedrich Engels: Werke, Bd. 24, S. 335.] – [Fußnote im Original]